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Warum ich nicht mehr bloggen wollte…

22. Mai 2016

EinApfelamTag

„Bloggen ist das Gegenteil von: Alles für sich behalten.“ Dieser Satz begleitet mich seit meinem Besuch auf der Blogst Konferenz in Essen. Das ist nun schon ein paar Jährchen her. Trotzdem kommt mir der Satz immer wieder in den Sinn. Denn, ich habe ziemlich viele Ideen, die ich gar nicht so gerne für mich behalten möchte. Ich überlege mir Rezepte, backe Kuchen, Törtchen und Macarons und mache Fotos. Jedes noch so kleine DIY-Projekt wird mit der Kamera festgehalten. Die ist auch bei Ausflügen dabei. Immer dann wenn ich ein neues glutenfreies Cafe oder eine Bäckerei betrete, frage ich ob ich Fotos für meinen Blog machen darf. Durfte ich bisher eigentlich immer. Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt: und nu? Wo sind denn die ganzen tollen Sachen??

Die sind nicht toll genug!

Ich scheitere an meinen eigenen hochgesteckten Ansprüchen. Meine Fotos werden niemals so toll sein wie die z.B. auf dem Blog von Jessi. (Törtchenzeit) Meine Foto-Reportagen werden nie an die von Nic (Luziapimpinella) heran reichen und ich werde es nicht schaffen jeden zweiten Tag einen knüllermäßigen Blogpost zu veröffentlichen. Aber muss das denn sein? Nein! Ich merke, dass es mich unglücklich macht die ganzen Dinge nicht zum Abschluss zu bringen. Der Perfektionismus frisst mich auf. Ich werde niemals Vollzeit bloggen…ich habe lange studiert und freue mich meinen wirklich coolen Job in ein paar Monaten nach der Babypause wieder aufzunehmen. Ich hab ein Baby, das bald ein Kleinkind ist. Jede freie Minute möchte ich am liebsten mit ihm verbringen. Ich habe keine Zeit und keine Lust einen ganzen Tag lang Foodstyling zu betreiben um ein Foto zu erhalten. Es geht mir auch einfach nicht leicht von der Hand.

Trotzdem habe ich viel zu sagen. Manchmal auch ganz wenig. Das zu ziemlich vielen Themen. Hätte mich vor 2 Jahren jemand zum Thema Baby und Kind befragt, hätte ich 2 Sätze sagen können. Heute könnte ich ganze Bücher über 3-Monats-Koliken, Beikost-Einführung und distanzlose Omis schreiben. Wo wir schon beim Thema Buch sind: ich würd gern eins schreiben! Inhalt: Tolle glutenfreie Rezepte. Liebe Verlagsleute schreibt mich an.

Wann ich das machen will? Keine Ahnung! Es ist ein kleiner großer Lebenstraum Autorin zu sein. Alles hat seine Zeit. Vielleicht ist jetzt nicht meine Zeit dafür. Vielleicht läuft einiges einfacher wenn Niki älter ist. Vielleicht muss ich aber auch einfach nur einmal richtig anfangen. Das tue ich jetzt. Der letzte Post ist ganze 7 Monate her. Hier wird es ab sofort mehr Inhalt geben! Scheiß auf Perfektion! Regelmäßig? Keine Ahnung, ist mir gerade auch völlig egal! Statt Konsequenzen zu ziehen und das Bloggen komplett an den Nagel zu hängen, mach ich´s jetzt einfach richtig.

Mein Blog, meine Spielregeln.

Gratulation an alle, die bis hierhin gelesen haben. Geht es euch in manchen Bereichen im Leben ähnlich? Ihr wollt etwas machen, schafft es aber nicht loszulegen? Gibt es Themen, die euch besonders interessieren? Ich freue mich über jede Kritik, jeden noch so kleinen Kommentar.

Sabrina

 

 

9 Kommentare

  • Antworten stefi_licious :) 23. Mai 2016 at 7:28

    ach, ich glaube, jedem blogger geht es mal so. und ich glaube, dieser hohe anspruch ist erst in den letzten jahren gewachsen, seit bloggen nicht mehr nur „einfach mal im netz sein“ ist. aber wie du richtig feststellst: man muss sich frei machen vom konkurrenzdruck. jeder hat seine stärken uns schwächen beim bloggen. wichtig finde ich, dass man sich mit seinem blog wohl fühlt. und mittlerweile ist doch der wunsch bei vielen lesern, dass ein normaler blog online ist und nicht noch ein hochglanzmagazin mit perfekten bildern, die irgendwann ganz schön langweilig werden. kein mensch glaubt doch, dass jemand so seinen tisch deckt, die wohnung einrichtet oder das zwischen baby und arbeit die teller so dekoriert. das schön an blogs war doch bisher, dass sie einen einblick in das richtige leben anderer menschen geben und zeigen „hey, bei mir geht’s auch drunter und drüber. bei dir auch? cool, dann sind wir ja schon zu zweit!“
    freu mich auf deine nächsten posts!
    liebe güße
    die frau s.

    • Antworten einapfelamtag 7. Juni 2016 at 19:34

      Danke für deine aufmunternden Worte und dafür das du mir den Sinn von Blogs nochmal vor Augen geführt hast. Ich glaube genau das ist mir ein bisschen verloren gegangen.

  • Antworten Jutta von Kreativfieber 25. Mai 2016 at 11:46

    Ich freu mich erstmal sehr dass du wieder da bist! Der beste Weg das kleine Perfektionismusmonster zu stoppen ist für mich „einfach“ damit aufzuhören mich mit anderen zu vergleichen. Das ist zwar nicht so super easy und schnell gemacht, hilft aber wirklich.
    Ich freu mich auf deine neuen Beiträge!

    • Antworten einapfelamtag 7. Juni 2016 at 19:36

      „Vergleich ist der Anfang der Unzufriedenheit.“ Du hast recht damit, dass man damit aufhören muss. Viele Grüße

  • Antworten Eric Onder de Linden 7. Juni 2016 at 8:12

    Bloggen ist nicht leicht, zumindest wenn man es richtig machen will, wie du 🙂
    Es sind die Maßstäbe die du dir realistisch setzen solltest. Ein Foto kann immer besser sein, reicht es da nicht einfach nur gut zu sein – also so, dass es dir gefällt? Deine bisherigen Bilder finde ich super gelungen und da gibt es nichts auszusetzen.

    Vergleiche dich nicht so mit anderen Bloggern. Du hast deinen Stil, egal ob beim Schreiben oder für Fotos.
    Irgendwann kommt ja vlt jemand und will genauso bloggen wie du, wer weiß? Aber auch dann nur weil du dich eben so entwickelt hast. Klar, man kann ja rüberspicken und sich Ideen einholen, aber das ist nicht das Maß aller Dinge! Man versteift sich auch dann zu sehr und sieht nicht was man vlt doch von selbst gemacht hätte.

    Wir hatten uns ja in meiner Bäckerei in Köln Dünnwald kurz gesehen und ich habe gesehen, dass du so fröhlich über deinen Blog gesprochen hast. Vielleicht solltest du dich daran erinnern wie sehr es dir eigentlich Saß macht. Mach es nicht zu kompliziert. Es ist wie ein anderes Hobby, z.B. ein Instrument. Man muss richtig viel üben um es zu beherrschen. Bloggen muss auch geübt sein. Mache vlt kleinere Projekte, die du aber auch abschließen kannst. Kleine Schritte, die dich dann auch motivieren und auch nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Und natürlich stehen Freunde und Familie im Vordergrund. Vlt kannst du auch alles miteinander kombinieren und habt alle Spaß dabei? Es gibt viele Wege und ganz mit einem Hobby aufzuhören ist nicht wirklich ratsam.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und sei nicht so hart zu dir selbst!

    Liebe Grüße

    Eric Onder de Linden

    • Antworten einapfelamtag 7. Juni 2016 at 19:39

      Lieber Eric,
      vielen Dank das du dir die Zeit nimmst um mir Mut zu machen. Das positive Feedback bestärkt mich darin, dass Bloggen toll ist. Wie du schon richtig schreibst wird man mit Übung besser. Ich denke aber auch das es ganz wichtig ist Ansprüche runter zu schrauben.
      Viele Grüße

  • Antworten Nina "Feuerfangen" 8. Juni 2016 at 19:08

    Ich schaue immer wieder gerne bei Dir vorbei! Ich finde Deinen Blog wirklich ganz toll-so liebevoll in Wort und Bild! Und mit zwei ganz backwütigen Töchtern werde ich mir ab sofort das eine oder andere Rezept herauspicken und nachbacken! Jawoll!

    • Antworten einapfelamtag 8. Juni 2016 at 19:56

      Vielen Dank liebe Nina! Das freut mich wirklich sehr. Wie ich auf Snapchat sehen konnte hast du da richtig coole Backqueens zu Hause.

  • Antworten So bloggen wir! Was die Bloggerwelt denkt - in 61 O-Tönen 6. September 2016 at 8:45

    […] (einapfelamtag) mag es noch deftiger. Ihre Konsequenz nach dem Scheitern hochgesteckter Ansprüche: „Scheiß auf Perfektion! Regelmäßig? Keine Ahnung, ist mir gerade auch völlig egal! Statt […]

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